Goerner Gmbh

Dachformen und Materialien

Dachform und Dacheindeckung bestimmen, wie ein Haus aussieht, Regenwasser ableitet und sich unter dem Dach nutzen lässt. Für Neubauten und Sanierungen in Betten und Umgebung lohnt sich deshalb ein Vergleich: Welche Lösung passt zur Konstruktion, welche Materialien halten lange und welcher Wartungsaufwand entsteht?

Häufige Dachformen im Vergleich

Satteldach

Zwei geneigte Flächen treffen am First aufeinander. Diese übersichtliche Grundform eignet sich für viele Wohnhäuser und bietet unterschiedliche Gestaltungsmöglichkeiten. Wie gut der Dachraum nutzbar ist, hängt unter anderem von Dachneigung und Kniestockhöhe ab.

Walmdach

Beim Walmdach sind auch die Giebelseiten durch geneigte Dachflächen geschlossen. Die zusätzlichen Schrägen prägen das Erscheinungsbild, begrenzen jedoch den nutzbaren Dachraum. Grate und Übergänge machen die Ausführung aufwendiger als bei einem einfachen Satteldach.

Pultdach

Eine einzelne geneigte Fläche kennzeichnet das Pultdach. Es eignet sich beispielsweise für Anbauten und moderne Wohnhäuser. Bei geringer Neigung muss die Eindeckung besonders sorgfältig auf den Dachaufbau abgestimmt werden.

Flachdach

Ein Flachdach ermöglicht Räume ohne Dachschrägen. Bei entsprechender Planung kommen auch Begrünung oder Terrassennutzung infrage. Entscheidend sind eine geeignete Abdichtung sowie zuverlässig geplante Abläufe und Notentwässerung.

Weitere Merkmale erläutert die Übersicht zu Dachformen von BMI Deutschland.

Welche Materialien kommen infrage?

Material Eignung Haltbarkeit und Wartung
Dachziegel aus Ton Viele geneigte Wohnhausdächer; große Auswahl an Formen und Oberflächen. Jahrzehntelange Nutzung möglich. Auf Risse, Abplatzungen und verschobene Ziegel prüfen lassen.
Dachsteine aus Beton Robuste Alternative für geneigte Dächer; Tragfähigkeit des Bestands berücksichtigen. Ebenfalls auf lange Nutzung ausgelegt. Beschädigungen und Befestigungen regelmäßig kontrollieren lassen.
Naturschiefer Geneigte Dächer mit unterschiedlichen Deckarten, auch für anspruchsvolle Dachgeometrien. Besonders langlebig bei geeigneter Gesteinsqualität und fachgerechter Verarbeitung. Lose oder gebrochene Steine ersetzen lassen.
Metall, etwa Titanzink Je nach System auch für flach geneigte und ungewöhnlich geformte Dächer. Langlebig; Pflegebedarf hängt vom Metall und seiner Oberfläche ab. Verbindungen und Anschlüsse bleiben Kontrollpunkte.
Bitumen- oder Kunststoffbahnen Abdichtung von Flachdächern und entsprechend geplanten Dachflächen. Nutzungsdauer hängt stark von Aufbau, Beanspruchung und Wartung ab. Nähte, Anschlüsse und Abläufe prüfen lassen.

Der Materialratgeber von BMI Deutschland bietet ergänzende Informationen zur Auswahl.

Dachform, Material und Aufbau gemeinsam planen

Die Dachneigung allein entscheidet noch nicht über die passende Eindeckung. Auch Deckart, Unterkonstruktion, Gebäudehöhe und Witterungsbeanspruchung spielen eine Rolle. Bei einer Sanierung sollten Tragfähigkeit, vorhandene Schäden und geplante Solaranlagen früh berücksichtigt werden.

Eine lange Materiallebensdauer bedeutet außerdem nicht, dass sämtliche Dachbauteile ebenso lange halten. Anschlüsse, Befestigungen und Entwässerung benötigen eigene Aufmerksamkeit. Die Hinweise des Zentralverbands des Deutschen Dachdeckerhandwerks zur Dachwartung erklären, weshalb regelmäßige Kontrollen helfen, kleinere Schäden früh zu erkennen.

Dachformen und Materialien im Bild